OWV Georgenberg

Vereinsleben 2019

20.03.2019

Manfred Janker ist stinksauer. „Da ist ein Mensch ohne Hirn unterwegs“, lässt der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins seinem Ärger freien Lauf. Als einen der Gründe nennt er den Diebstahl einer Wandertafel mit der Bezeichnung „Gänsemarschweg“ auf dem Wanderweg 4.

Laut Janker hat auch jemand am Aussichtspunkt Dimpfl die Umgebungstafel abmontiert und bewusst wieder falsch angebracht. Außerdem ist in der Nähe des Kohlenmeilers bei Georgenberg am „Glasschleifererweg“ an einer wichtigen Abzweigung die Markierung „Weinglas“ mit einer Markierung vom Wanderweg 4 überdeckt worden. Dazu kommt die Entwendung des Markierungszeichens „Roter Punkt“ bei der Christbaum-Plantage.

„Die Person weiß wahrscheinlich nicht, was sie mit dem Diebstahl für den ‚Gänsemarschweg‘ angerichtet hat, und erweist den Wanderern damit einen Bärendienst“, ist Janker erbost. „Mit viel Engagement und Arbeit muss jetzt eine neue Tafel erstellt werden, und auch die Schilder mit den Gänsen müssen erneuert werden.“ Dabei hofft er, „dass wir jemand finden werden, der das für uns erledigen kann.“

Janker verweist in diesem Zusammenhang auf die vielseitige ehrenamtliche Arbeit im OWV und ist der Meinung: „Wenn sich jemand schon nicht als Wegewart mit einbringen will, soll er wenigstens mit diesem Schmarrn aufhören. Sollte es ein Erwachsener sein, was ich vermute, kann ich ihn nur bedauern.“

20.03.2019

Heinz Essler hat sich mit seinem vielseitigen Engagement große Verdienste erworben. So tragen beispielsweise richtungsweisende Entscheidungen als Gemeinderatsmitglied mit seine Handschrift. Dem Gremium gehörte er von 1972 bis 1978 und wieder von Anfang 1984 bis zum freiwilligen Ausscheiden 1998 an. Am Samstag hat der bereits verwitwete zweifache Vater sowie jeweils vierfache Großvater und Uropa seinen 85. Geburtstag gefeiert.

Der in Domsdorf, Kreis Freiwaldau in der Tschechischen Republik, geborene Essler kam nach dem Zweiten Weltkrieg in die Grenzlandgemeinde und absolvierte eine Ausbildung als Glasschleifer. Seinen Beruf übte er zunächst im Unternehmen Beyer & Co. und dann bis zum Ruhestand bei der Flachglas aus. 1961 – da war Sohn Edmund bereits geboren – errichtete er zusammen mit seiner bereits verstorbenen Ehefrau Erna in Neukirchen zu St. Christoph ein Wohnhaus. Ein Jahr darauf kam Tochter Irene zur Welt.

Akzente gesetzt hat Essler nach der Gebietsreform als Gemeinderatsmitglied und als Fraktionssprecher der Freien Wähler. Das unterstrich bei der Geburtstagsfeier im „Berggasthof“ Schaller Ex-Bürgermeister und FW-Vorsitzender Alfred Schriml, der zusammen mit seiner Stellvertreterin Gisela Pieper gratulierte.

Groß sind die Verdienste des Jubilars auch bei der Schützengesellschaft „Grenzland“ Waldheim. Der ehemalige langjährige Schützenmeister ist Träger höchster Auszeichnungen und längst Ehrenschützenmeister. „Dein Engagement wirkt sich bis heute aus“, stellten Schützenmeister Anton Hirnet und Sportleiter Martin Bock fest.

Bei der Feuerwehr Neudorf war Essler stellvertretender Kommandant, wofür Vorsitzender Achim Helgert, stellvertretender Kommandant Alexander Pilfusek und Bernhard Götz dankten. Außerdem lobten die Vorsitzenden Manfred Janker (Oberpfälzer Waldverein), Claus Zille (Siedlergemeinschaft Georgenberg) und Anton Haider (DJK Neukirchen), Esslers Leistungen.

„Du hast dich um unsere Gemeinde verdient gemacht“, würdigte Bürgermeister Johann Maurer das kommunalpolitische Wirken des FW-Urgesteins im Gemeinderat von 1972 bis 1978 und wieder von Ende 1983 bis zum freiwilligen Ausscheiden 1998. Gottes Segen wünschte dem gläubigen Katholiken und eifrigen Besucher der Gottesdienste Pfarrer Julius Johnrose.

13.01.2019

Anja Thalhauser traf den Nagel auf den Kopf, als sie von einem ereignisreichen Jahr 2018 sprach. Sowohl die Schriftführerin als auch Vorsitzender Manfred Janker und die Warte haben in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins am 12. Januar im Vereinslokal „Berggasthof“ Schaller deutlich gemacht, dass wieder viel bewirkt worden ist.

„Wir betreuen rund 140 Kilometer markierte Wanderwege“, sagte Josef Meckl, der für diese mit weiteren fünf Warten zuständig ist. Neu dazugekommen ist nach seinen Worten der Rundwanderweg 1 über den Havran. Dass die Markierungswarte viel Arbeit hatten, bestätigten auch Werner Gleißner und Egbert Kohl. Sie würdigten dabei auch das Engagement des Vorsitzenden, der viel Vorarbeit geleistet habe.

Laut Janker war der „Panoramaweg“ arbeitsintensiv. Besonders freute er sich, dass die Markierung des „Glasschleifererwegs“ als Premiumweg nun in einer Gemeinschaftsaktion der beteiligten Gemeinden über die Bühne gehen wird. Außerdem werden 84 neue Wanderwegweiser und zehn neue Wandertafeln entstehen. „Die Wanderwege werden digitalisiert“, war eine weitere Ankündigung des Vorsitzenden. „Es hat sich nichts geändert“, sagte Bänkewart Bernhard Schaller zu dem von ihm mit Max Reber betreuten 40 Bänken.

Willibald Gleißner ist für 172 Vogelkästen (88 eigene und 84 der Bayerischen Staatsforsten) zuständig. „Die Belegung ist ziemlich gleichgeblieben“, stellte der Vogelschutzwart fest. Aufgefallen war ihm, „dass wesentlich mehr Vogelkästen leer blieben, was wohl am trockenen Sommer lag“. Zusätzlich kümmert sich Gleißner um 18 Raufußkauz-Kästen und 16 Mauersegler-Kästen. „Neu sind ein Schleiereulen-Kasten und 13 Eulenkästen durch die Staatsforsten“, ließ er wissen.

„Weiter gehören die drei Fledermauskeller zu unseren Aufgaben“, sagte der Vogelschutzwart. Dabei bedauerte er: „Leider trocknen alle Keller stetig aus, was die Qualität als guter Fledermauskeller erheblich absinken lässt. Die Fledermäuse brauchen eine hohe Luftfeuchte, um nicht während des Winterschlafes auszutrocknen.“ Ferner unterhält der OWV noch 54 Fledermauskästen und 40 der Bayerischen Staatsforsten.

Als Höhepunkt 2018 bezeichnete Gleißner, der auch an vielen überörtlichen Exkursionen und Veranstaltungen teilgenommen hatte, die Wanderung „Bayern Tour Natur“. Als „Vogel des Jahres 2019“ nannte er die Feldlerche, als „Fledermaus des Jahres“ den Großen Abendsegler.

Der Bericht von Rainer Folchmann beinhaltete neben dem Hinweis, „dass die Beschilderung zum Landschaftsschutzgebiet noch nicht im Beschilderungsplan aufgenommen ist“, die Ausstellung eines präparierten Maulwurfs im Naturschaukasten bei der Mühle in Absprache mit der Regierung der Oberpfalz. Schade findet es der Natur- und Landschaftsschutzwart, dass auf der Staatsstraße von Georgenberg in Richtung Galsterlohe viele Amphibien wegen des nicht geschlossenen Zauns überfahren worden sind.

Deshalb habe er bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt eine Stellungnahme abgeben müssen. „Ich konnte mit gutem Gewissen antworten, dass unter meiner Leitung von 2012 bis 2016 nur eine Handvoll Amphibien überfahren worden sind“, heißt es in seinem Bericht. Dabei verweist er auch auf Zeugen.

Zur Frühjahrs- und Herbstwanderung waren laut Sieglinde Gleißner der „Tag des Wanderns“ und die „Raunacht-Wanderung“ dazugekommen. Als feste Einrichtung bezeichnete die Wanderwartin die „Mittwoch-Wanderung“.

Anja Thalhausers Rückblick enthielt unter anderem die Erneuerung des Erkers und der Dachziegel an der Mühle und die Veranstaltungen, ob „Hutzaabend“ oder Waldweihnacht. „Wir brauchen junge Mitglieder“, sagte der Vorsitzende, nachdem er auf die Altersstruktur hingewiesen hatte. Dabei konnte sich Janker gemeinsame Aktionen mit der KLJB Neukirchen zu St. Christoph vorstellen. Im Übrigen sprach er von einer hervorragenden Zusammenarbeit im Verein.

Lob erhielt auch Hauptkassier Sven Thalhauser, dem Hermann Pflaum eine tadellose Buchführung bescheinigte. Geprüft hatte er die Unterlagen zusammen mit Hans Wloka.

„Der Häuptling Manfred Janker geht voran, die Indianer ziehen mit“, würdigte zweiter Bürgermeister Josef Woppmann das vielseitige Engagement im OWV und freute sich schon auf die in diesem Jahr bevorstehende Instandsetzung des Aussichtsturms auf der Burgruine Schellenberg. Janker selbst machte noch Werbung für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Im Gottesdienst am Sonntag hatte der OWV vor allem an die 2018 verstorbenen Mitglieder Rainer Adam, Johann Baier, Josef Braun, Heinrich Landgraf und Georg Wolf erinnert.

OWV-Vorsitzender Manfred Janker hätte zusammen mit seiner Stellvertreterin Martina Helgert und zweitem Bürgermeister Josef Woppmann gerne mehrere Mitglieder für langjährige Treue im Verein ausgezeichnet. „Einige konnten leider nicht kommen, und einige sind krank“, bedauerte Janker.

15 Jahre dabei sind: Frank Bachmann, Katharina Bachmann, Christine Bayer, Jürgen Fröscher, Klaus Grundler, Robert Heindl, Gabriele Lang, Klara Moll, Edmund Reber, Erwin Reber, Gertraud Reber, Angela Völkl, Johann Völkl, Martha Völkl, Barbara Woppmann, Felix Woppmann und Sandra Woppmann. 25 Jahre sind es bei Gerlinde Wüst.

Der Dank für 40 Jahre ging an Willibald Altenöder, Lydia Blödt, Johann Gnan, Dieter Guthmann, Irmgard Guthmann, Günther Helgert, Willi Ittner, Jutta Pfau, Rainer Pfau, Alfons Scheibl, Oswald Steckenstein und Josef Werner.

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