OWV Georgenberg

Vereinsleben 2019

13.01.2019

Anja Thalhauser traf den Nagel auf den Kopf, als sie von einem ereignisreichen Jahr 2018 sprach. Sowohl die Schriftführerin als auch Vorsitzender Manfred Janker und die Warte haben in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins am 12. Januar im Vereinslokal „Berggasthof“ Schaller deutlich gemacht, dass wieder viel bewirkt worden ist.

„Wir betreuen rund 140 Kilometer markierte Wanderwege“, sagte Josef Meckl, der für diese mit weiteren fünf Warten zuständig ist. Neu dazugekommen ist nach seinen Worten der Rundwanderweg 1 über den Havran. Dass die Markierungswarte viel Arbeit hatten, bestätigten auch Werner Gleißner und Egbert Kohl. Sie würdigten dabei auch das Engagement des Vorsitzenden, der viel Vorarbeit geleistet habe.

Laut Janker war der „Panoramaweg“ arbeitsintensiv. Besonders freute er sich, dass die Markierung des „Glasschleifererwegs“ als Premiumweg nun in einer Gemeinschaftsaktion der beteiligten Gemeinden über die Bühne gehen wird. Außerdem werden 84 neue Wanderwegweiser und zehn neue Wandertafeln entstehen. „Die Wanderwege werden digitalisiert“, war eine weitere Ankündigung des Vorsitzenden. „Es hat sich nichts geändert“, sagte Bänkewart Bernhard Schaller zu dem von ihm mit Max Reber betreuten 40 Bänken.

Willibald Gleißner ist für 172 Vogelkästen (88 eigene und 84 der Bayerischen Staatsforsten) zuständig. „Die Belegung ist ziemlich gleichgeblieben“, stellte der Vogelschutzwart fest. Aufgefallen war ihm, „dass wesentlich mehr Vogelkästen leer blieben, was wohl am trockenen Sommer lag“. Zusätzlich kümmert sich Gleißner um 18 Raufußkauz-Kästen und 16 Mauersegler-Kästen. „Neu sind ein Schleiereulen-Kasten und 13 Eulenkästen durch die Staatsforsten“, ließ er wissen.

„Weiter gehören die drei Fledermauskeller zu unseren Aufgaben“, sagte der Vogelschutzwart. Dabei bedauerte er: „Leider trocknen alle Keller stetig aus, was die Qualität als guter Fledermauskeller erheblich absinken lässt. Die Fledermäuse brauchen eine hohe Luftfeuchte, um nicht während des Winterschlafes auszutrocknen.“ Ferner unterhält der OWV noch 54 Fledermauskästen und 40 der Bayerischen Staatsforsten.

Als Höhepunkt 2018 bezeichnete Gleißner, der auch an vielen überörtlichen Exkursionen und Veranstaltungen teilgenommen hatte, die Wanderung „Bayern Tour Natur“. Als „Vogel des Jahres 2019“ nannte er die Feldlerche, als „Fledermaus des Jahres“ den Großen Abendsegler.

Der Bericht von Rainer Folchmann beinhaltete neben dem Hinweis, „dass die Beschilderung zum Landschaftsschutzgebiet noch nicht im Beschilderungsplan aufgenommen ist“, die Ausstellung eines präparierten Maulwurfs im Naturschaukasten bei der Mühle in Absprache mit der Regierung der Oberpfalz. Schade findet es der Natur- und Landschaftsschutzwart, dass auf der Staatsstraße von Georgenberg in Richtung Galsterlohe viele Amphibien wegen des nicht geschlossenen Zauns überfahren worden sind.

Deshalb habe er bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt eine Stellungnahme abgeben müssen. „Ich konnte mit gutem Gewissen antworten, dass unter meiner Leitung von 2012 bis 2016 nur eine Handvoll Amphibien überfahren worden sind“, heißt es in seinem Bericht. Dabei verweist er auch auf Zeugen.

Zur Frühjahrs- und Herbstwanderung waren laut Sieglinde Gleißner der „Tag des Wanderns“ und die „Raunacht-Wanderung“ dazugekommen. Als feste Einrichtung bezeichnete die Wanderwartin die „Mittwoch-Wanderung“.

Anja Thalhausers Rückblick enthielt unter anderem die Erneuerung des Erkers und der Dachziegel an der Mühle und die Veranstaltungen, ob „Hutzaabend“ oder Waldweihnacht. „Wir brauchen junge Mitglieder“, sagte der Vorsitzende, nachdem er auf die Altersstruktur hingewiesen hatte. Dabei konnte sich Janker gemeinsame Aktionen mit der KLJB Neukirchen zu St. Christoph vorstellen. Im Übrigen sprach er von einer hervorragenden Zusammenarbeit im Verein.

Lob erhielt auch Hauptkassier Sven Thalhauser, dem Hermann Pflaum eine tadellose Buchführung bescheinigte. Geprüft hatte er die Unterlagen zusammen mit Hans Wloka.

„Der Häuptling Manfred Janker geht voran, die Indianer ziehen mit“, würdigte zweiter Bürgermeister Josef Woppmann das vielseitige Engagement im OWV und freute sich schon auf die in diesem Jahr bevorstehende Instandsetzung des Aussichtsturms auf der Burgruine Schellenberg. Janker selbst machte noch Werbung für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Im Gottesdienst am Sonntag hatte der OWV vor allem an die 2018 verstorbenen Mitglieder Rainer Adam, Johann Baier, Josef Braun, Heinrich Landgraf und Georg Wolf erinnert.

13.01.2019

OWV-Vorsitzender Manfred Janker hätte zusammen mit seiner Stellvertreterin Martina Helgert und zweitem Bürgermeister Josef Woppmann gerne mehrere Mitglieder für langjährige Treue im Verein ausgezeichnet. „Einige konnten leider nicht kommen, und einige sind krank“, bedauerte Janker.

15 Jahre dabei sind: Frank Bachmann, Katharina Bachmann, Christine Bayer, Jürgen Fröscher, Klaus Grundler, Robert Heindl, Gabriele Lang, Klara Moll, Edmund Reber, Erwin Reber, Gertraud Reber, Angela Völkl, Johann Völkl, Martha Völkl, Barbara Woppmann, Felix Woppmann und Sandra Woppmann. 25 Jahre sind es bei Gerlinde Wüst.

Der Dank für 40 Jahre ging an Willibald Altenöder, Lydia Blödt, Johann Gnan, Dieter Guthmann, Irmgard Guthmann, Günther Helgert, Willi Ittner, Jutta Pfau, Rainer Pfau, Alfons Scheibl, Oswald Steckenstein und Josef Werner.

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