OWV Georgenberg

Vereinsleben 2021

27.03.2021

OWV Georgenberg mit grenzenlosen AktivitätenAm heutigen Samstag vor 50 Jahren schlug die Geburtsstunde. Das Jubiläum soll mit einem Ehrenabend, einem Gottesdienst und einem Gartenfest gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass die Corona-Pandemie derartige Feierlichkeiten zulässt.Georgenberg. (pi) „In unserer neuen Großgemeinde brauchen wir als erstes einen Verein, der sich der Ortsverschönerung, Natur- und Heimatpflege annimmt. Wir schaffen damit gleichzeitig die Voraussetzungen für den erwünschten Fremdenverkehr.“ So heißt es in der vom damaligen Bürgermeister Adolf Herold, seinem Stellvertreter Johann Ermer und Pfarrer Willibald Männer unterschriebenen Einladung zur Gründungsversammlung eines Zweigvereins des Oberpfälzer Waldvereins.Diese ist am Samstag, 27. März 1971, im „Berggasthof“ der Familie Schaller über die Bühne gegangen. Vorausgegangen waren in den Monaten zuvor intensive Gespräche, als Oberforstmeister Willi Nirschl als Chef des Forstamtes Flossenbürg nach Möglichkeiten gesucht hatte, wie der Wald mit seinen Kostbarkeiten den Reisenden, Urlaubern, Erholungssuchenden und Einheimischen zweckmäßig geöffnet werden könnte.Von den 60 anwesenden Frauen und Männern trugen sich schließlich 38 in die Anwesenheitsliste ein, sprachen sich für die Gründung des OWV-Zweigvereins aus und erklärten ihren Beitritt. Ehrengäste bei der Gründungsversammlung waren neben dem OWV-Hauptvorsitzenden Dr. August Lindner auch Landrat Franz Weig vom damals noch existierenden Landkreis Vohenstrauß und der für den Fremdenverkehr zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt, Paul Maciejewski.Die Vorstandschaft um Vorsitzenden Johann Ermer, seinem Stellvertreter Christian Bäumler, den Schriftführern Josef Haider und Josef Hammer sowie Kassier Willibald Beer machte dann gleich Nägel mit Köpfen und startete bereits am 23. April 1971 mit der ersten „Aktion saubere Landschaft“. Sie löste auch eine Signalwirkung auf andere Gemeinden im Landkreis aus.Alle Aktionen des Georgenberger Zweigvereins aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Während es am Anfang überwiegend Aktionen in Sachen Naturschutz waren, hatten dann auch Feste und sonstige Veranstaltungen ihren Platz im Vereinsgeschehen. So ging 1973 das erste „Schellenbergfest“ zur Erinnerung an die Erstürmung der Burg Schellenberg am 12. Juli 1498 über die Bühne; und auch das Abbrennen des Johannisfeuers gemeinsam mit den KLJB-Gruppen Neukirchen zu St. Christoph, Neuenhammer und Waldkirch wurde zu einem festen Bestandteil.Ein weiterer großer Meilenstein war die umfassende Restaurierung der Mühle in Gehenhammer im Rahmen der Flurbereinigung mit der Einweihung am 26. Juni 1977. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Eigentum der Familie Reber ist längst zum Aushängeschild des Zweigvereins geworden und genießt internationalen Ruf. Nach und nach hat der OWV die Mühle immer wieder auf Vordermann gebracht, ob innen oder im Außenbereich.Das gilt auch für die Burgruine Schellenberg als Wahrzeichen der Grenzlandgemeinde. In Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten und der Gemeinde sind inzwischen einige Instandhaltungsaktionen über die Bühne gegangen.In guter Erinnerung bleiben wird auch das zehnjährige Vereinsjubiläum 1981 mit der Weihe der Standarte und dem Eingehen der Patenschaft mit dem Zweigverein Pfrentsch. Dass die Mitgliederzahl immer weiter stieg, war fast selbstverständlich. Und so konnte Johann Ermer Anfang der 1980-er Jahre Sonja Spandl als 500. und Elfriede Völkl als 550. Mitglied willkommen heißen.Außerhalb der Gemeinde hat sich der OWV immer wieder bei Messen oder Ausstellungen beteiligt und etwa traditionelles Oberpfälzer Bauernhandwerk präsentiert. Dieses ist auch in mehreren Filmen, die inzwischen als CD vorhanden sind, enthalten. Brauchtums-, Heimat- und Volkstumsabende mit eigenen Gruppen durften ebenfalls nicht fehlen, außerdem Vorträge.Mit der Pachtung von Naturschutzflächen in den 1980-er Jahren war der Georgenberger Zweigverein auf diesem Gebiet federführend in der Oberpfalz. Als Großereignis in die Geschichte geht auch das Jubiläum „600 Jahre Hammer zu Gern“ (Gehenhammer) im Juni 1988 ein. Das gilt auch für das Jubiläum „500 Jahre Erstürmung der Burg Schellenberg“ im Juli 1998. Im gleichen Jahr ist die Gemeinde Georgenberg eine kommunale Partnerschaft mit dem Markt Wirsberg eingegangen.Das Jahr 1990 stand unter anderem im Zeichen der Gründung der OWV-Sektion München. Die inzwischen aufgelöste „Zweigstelle“ hat Johann Ermer viele Jahre lang geleitet. Nicht umsonst hatte ihn der bereits verstorbene Hauptvorsitzende Dr. Helmut Leupold deshalb als „Außenminister des Oberpfälzer Waldvereins“ bezeichnet.Einen exzellenten Ruf erworben hat sich der OWV auch beim Vogel- und Fledermausschutz, indem er viele Nistkästen und Quartiere betreut. Ganz oben in der Agenda steht nicht zuletzt das Wanderwegenetz. Sowohl durch die intensive Pflege und Instandsetzung der zum Teil grenzüberschreitenden Routen oder die Herausgabe von Wanderkarten macht der Zweigverein immer wieder positiv auf sich aufmerksam und leistet damit wertvolle Beiträge für die Infrastruktur der Gemeinde und den Tourismus.Jüngstes Beispiel ist die im vergangenen Jahr erfolgte Neumarkierung und Digitalisierung des insgesamt 163 km umfassenden Wanderwegenetzes. Dazu kommen Wanderparkplätze, 8 Wandertafeln, 13 Objekttafeln und 40 Ruhebänke. Pünktlich zum 50. Gründungstag veröffentlicht der Jubelverein alle bisher gedrehten Videos und erstellten DVDs auf „YouTube“. Dazu hat Matthias Scheinkönig für die einzelnen DVDs Playlisten mit insgesamt 59 Filmen erstellt.Die bisherigen Vorsitzenden sind: Johann Ermer (1971 bis 1988), Josef Pilfusek (1988 bis 1991), Georg Wolf (1991 bis 1999), erneut Johann Ermer (1999 bis 2003) und Manfred Janker (seit 2003). Die aktuelle Vorstandschaft besteht noch aus Jankers Stellvertreterin Martina Helgert, Anja Thalhauser (Schriftführerin) und Sven Thalhauser (Hauptkassier). Von den 38 Gründungsmitgliedern leben noch elf.

Hier finden Sie die einzelnen Playlisten zu den DVD´s.

https://www.youtube.com/channel/UC1xH1ql8_hecujBofoiYcpg/playlists

Werdegang unserer Filmserie: Im Mai 2004 hatte Manfred Janker die spontane Idee, einen Heimatfilm zu drehen.Also nahm er mit Ludwig Prem Kontakt auf und fragte nach, ob er bereit wäre, als Kameramann zu fungieren.Gesagt, getan: Unser „Luk“ war begeistert und sagte sofort zu. Wir konnten das Projekt in Angriff nehmen und mit den Dreharbeiten beginnen.Der erste Film entstand mit dem Titel „Schönste Wanderwege“. Für Beginn und Ende des Films halfen uns aus Funk und Fernsehen bekannte Künstler und Gruppen.Und da alles wie am Schnürchen gelaufen war, suchten wir nun das Gespräch mit verschiedenen Hausfrauen. Auch sie waren sozusagen sofort „Feuer und Flamme“ und bereit, für weitere Aufnahmen den Kochlöffel zu schwingen.„Luk“ und „Mane“ sind in einer Landwirtschaft aufgewachsen und wissen noch ganz genau, wie früher die Ernte mit einfachem Werkzeug eingebracht worden ist. Und so war uns schnell klar: Das muss unbedingt auch gefilmt werden.Als ehemalige Ministranten wussten wir auch Bescheid, wie es um die kirchlichen Bräuche steht. Auch sie hat „Luk“ mit der Filmkamera festgehalten.„Sine musica nulla vita“ heißt ein bekannter Spruch, übersetzt: „Ohne Musik kein Leben“. Davon ist im Oberpfälzer Grenzland Gott sei Dank nichts zu spüren. In unserer Gemeinde Georgenberg und der Umgebung gibt es jede Menge gute Musiker, so dass für uns natürlich klar war: Ein Musikfilm muss her. Als Aufnahmestudio war die Alte Mühle in Gehenhammer ideal.Sehr viel Zeit investieren wir in die Kinder Ferienprogramme. Unter anderem haben wir Floßfahrten oder Fahrradtouren unternommen oder Pilze und Blaubeeren gesammelt und derartige Aktionen festgehalten.Im Dezember 2006 haben wir die Aufnahmen abgeschlossen.Anschließend begann die mühevolle Kleinarbeit mit der Bearbeitung der Filme. Es waren immerhin 57 Hi 8 Videokassetten in Filme umzuwandeln. Das Werk kann sich sehen lassen. Aus dem geplanten Heimatfilm entstanden zwölf Gesamtfilme mit einer Länge von 1.200 Minuten. Der Gesamtaufwand lag bei 1900 Std. (ca 80 TAGE). Es wurde an 86 Tagen gedreht.Übrigens: Diese Filme gibt es auf der ganzen Welt nicht, aber bei uns.

Johann Ermer, längst Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied, hat den OWV als Gründungsvorsitzender geprägt.
Auch der bereits verstorbene Georg Wolf hat als Vorsitzender viel geleistet.
Manfred Janker steht seit 2003 an der Spitze des Jubelvereins und sorgt immer wieder für nachhaltige Projekte.

25.03.2021

Es hat keinen Sinn, und ohnehin wäre eine Umsetzung auch fast nicht möglich“, sind sich Manfred Janker und Sieglinde Gleißner einig. Deshalb haben der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins und die Wanderwartin entschieden, die für den Ostermontag, 5. April, vorgesehene Emmaus-Wanderung abzusagen. Und so setzen beide auf die Frühjahrswanderung am 16. Mai, „wenn es warm ist und die Corona-Fallzahlen gesunken sind“.

16.02.2021

Faschingsveranstaltungen müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie zwar ausfallen, in Erinnerungen schwelgen ist jedoch sicher erlaubt. So hat Johann Weidensteiner, der Großvater von Altbürgermeister Albert Kick, alte Bräuche handschriftlich aufgezeichnet. Weidensteiner (1880 bis 1960) war viele Jahre Bürgermeister der auf tschechischem Gebiet liegenden Gemeinde Waldheim. Von dieser ist längst nichts mehr übrig.

Nach der in der Chronik des Oberpfälzer Waldvereins enthaltenen Erzählung fand acht Tage vor dem Faschingstag – das muss wohl der Faschingsdienstag gewesen sein – eigens für die älteren Schulkinder in einer größeren Bauerstube der Faschingstanz statt. Zum Faschingsendspurt tanzten die Leute an drei Tagen, und zwar jeweils bis in den Morgen. Eine Sperr- oder Polizeistunde gab es damals nicht.

Maskierte Burschen zogen dann am Vormittag des Rosenmontags mit Musik durch das Dorf, sammelten Essen und Geld und setzten alles gleich im Wirtshaus um. Während am Montag die Verheirateten das Vorrecht auf dem Tanzboden hatten, eröffnete am Faschingsdienstag um 14 Uhr die festliche gekleidete Dorfjugend ihren Tanztag. Gegen 22 Uhr legten die jungen Leute ihre gute Kleidung ab, um mit dem sogenannten „Schöppeln“ (einen Schoppen trinken) zu beginnen.

Nach dem Aufstellen eines Tisches mit vier Stühlen in der Mitte des Saals nahmen vier junge Männer Platz. Einer von ihnen musste Geld einnehmen, der zweite hatte Weißwürste, der dritte Wein und der vierte Bier auszugeben. Der nun beginnende Tanzreigen wurde dann vom „Platzknecht“ und der „Platzmaid“ – beide waren vorher bestimmt worden – eröffnet. Nachdem das Paar dreimal um den Tisch getanzt war, musste die „Platzmaid“ das „Schöppelgeld“ in einer Höhe von fünf bis zehn Gulden bezahlen.

Daraufhin kamen nacheinander die anderen Mädchen, Frauen, Burschen – allen voran der „Platzknecht“ – und schließlich alle anwesenden Männer zu ihrem Recht. Sie zahlten aber weniger als die „Platzmaid“. Ihr „Schöppelgeld“ richtete sich „nach ihrem Geldbeutel“, erzählt Weidensteiner. Die Mütter der jungen Leute saßen auf im Saal aufgestellten Bänken und verfolgten das lustige Treiben. Manche soll dabei mit besonderer Freude die Begehrtheit ihrer Tochter genossen haben.

Beendet war das Tanzspektakel pünktlich um Mitternacht. Das eingenommene „Schöppelgeld“ diente zur Bezahlung der Musiker. Das übriggebliebene Geld war dazu da, es nach der Beerdigung des Faschings am Aschermittwoch auf dem Kopf zu hauen. Dabei wurde unter Musikbegleitung eine Strohpuppe in einem Gewässer ersäuft.

War dann immer noch Geld da, erfolgte in der Fastenzeit die Bezahlung einer Kreuzweg-Andacht, an der die Tanzjugend traditionell geschlossen teilnahm. Und hatte auch die Bezahlung dieser Andacht noch nicht den letzten Heller gefordert, wurde er anschließend im Wirtshaus umgesetzt.

16.02.2021

„Wenn’s läuft, dann läuft’s.“ So oder ähnlich könnte die aktuelle Beschreibung für den „Hammer-Hund-Brunnen“ lauten. Er steht am Wanderweg von Neukirchen zu St. Christoph – Neudorf in Richtung Gehenhammer. Trotz der bitteren Kälte bis locker minus 15 Grad Celsius läuft das Wasser im Kreislauf in den kleinen Brunnen.

Errichtet hat diesen im Jahr 1972 der damalige Leiter der Forstdienststelle Neuenhammer, Josef Hammer, zu Ehren seines Hundes. Dieser war von einem Auto angefahren worden und in Hammers Armen gestorben. An den tierischen Jagdgefährten erinnert dabei die einem Totenbrett ähnelnde Holztafel. Die Anlage war zuletzt Ende 2013 im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion durch den Forstbetrieb Flossenbürg und den OWV Georgenberg instandgesetzt worden.

31.01.2021

Der Oberpfälzer Waldverein, Zweigverein Georgenberg e. V., möchte sich erneuern, nicht in Bezug auf Aktivitäten, sondern in puncto Mitglieder-Struktur. „Wenn wir in absehbarer Zeit nicht junge Mitglieder bekommen, befürchte ich, dass es uns in ein paar Jahren nicht mehr gibt“, malt Vorsitzender Manfred Janker ein nicht gerade rosiges Bild.Derzeit hat der OWV 389 Mitglieder. Von denen sind 11 bis 18 Jahre alt, 42 Frauen und Männer 19 bis 40 Jahre, 119 41 bis 60 Jahre und 216 ab 61 Jahre. Dazu kommt mit der TSG Dietzenbach ein Verein.Der 73-jährige Vorsitzende denkt dabei nicht nur an sich selbst, sondern auch an das gesamte Team mit Vorstandschaft und Ausschuss einschließlich der Warte. „Viele Funktionäre sind in meinem Alter, und da müssen wir unbedingt auf Erneuerung setzen“, beschreibt Janker die aktuelle Situation. Daher sein dringender Appell: „Es wäre schön, wenn vor allem jüngere Leute bei uns mitarbeiten könnten.“ Hoffnung setzt er dabei auf junge Familien, „die immer wieder in unsere Gemeinde ziehen“.Laut Janker kann sich das OWV-Tätigkeitsfeld sehen lassen. „Wir haben für jede Altersgruppe etwas zu bieten“, weist er etwa auf Aktionen für Kinder hin. Das gilt für ihn nicht nur für Wanderungen, sondern vor allem für den Landschafts-, Natur- und Umweltschutz. „Bei der Betreuung von Fledermaus-Nistkästen gehört unser Zweigverein zu den Aushängeschildern“, sagt er selbstbewusst. Unter anderem hat sich der OWV auch bei der Instandsetzung des Aussichtsturms auf der Burgruine Schellenberg engagiert. Und auch die Ruhebänke werden bestens unterhalten und bei Bedarf instandgesetzt.Eines der Highlights ist für den Vorsitzenden die Herausgabe und Erweiterung der Chronik mit der Geschichte der Gemeinde Georgenberg. Das gilt auch für die DVDs, in dem zum Beispiel altes Oberpfälzer Bauernhandwerk oder Musik präsentiert werden.Auch digital ist der OWV „up to date“, ob mit der Erfassung und Digitalisierung der Wanderwege – zum Teil grenzüberschreitend – oder der Homepage. Nicht zuletzt bezeichnet Janker die historische Alte Mühle in Gehenhammer als „das weit über die Grenzen hinaus bekannte und beliebte Aushängeschild“.Trotz der umfangreichen Aufgaben müsse niemand Angst haben, dass er überfordert wird. „Bei uns ist alles gerichtet, wir sind mit unseren Aktionen fertig“, betont Janker und ergänzt: „Das heißt, dass in den nächsten Jahren nichts Großes anfallen dürfte.“Wer also beim OWV einsteigen und sich engagieren möchte, kann sich bei ihm gerne melden.Kontaktdaten:

Manfred Janker, Schwanhof 24, 92697 Georgenberg, Telefon 09658/510 und 0151/1051510,

E-Mail majanker@t-online.de

http://www.owv-georgenberg.de/verein/mitglieder-antrag/

30.01.2021

Wie gern hätte der Oberpfälzer Waldverein am 23. Januar seine traditionelle Krautwanderung mit anschließendem Schlachtschüssel-Essen veranstaltet. „Die Corona-Pandemie hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert Vorsitzender Manfred Janker.

Das Kraut war jedoch längst bei der Familie Helgert in Hinterbrünst eingetreten und brauchte jetzt natürlich Abnehmer. „Dann machen wir halt eine Verkaufsaktion“, war man sich beim OWV einig. Diese ist am Samstag, 30. Januar, auf große Resonanz gestoßen. „Ausverkauft“ konnten die Veranstalter nämlich bereits nach kurzer Zeit melden. Janker und die Familie Helgert sprachen deshalb von einem großartigen Erfolg der Aktion.

22.01.2021

Wie gern hätte der Oberpfälzer Waldverein an diesem Samstag seine traditionelle Krautwanderung veranstaltet. „Daraus wird natürlich nichts“, verweist Vorsitzender Manfred Janker auf die Corona-Pandemie.

Das Kraut ist jedoch längst eingetreten und braucht nun Abnehmer. Deshalb veranstaltet der OWV am Samstag, 30. Januar, von 10 bis 12 Uhr bei Katharina und Josef Helgert in Hinterbrünst eine Verkaufsaktion, solange der Vorrat reicht. „Bitte unbedingt Schutzmasken für Mund und Nase tragen“, weist Janker noch hin.

11.01.2021

Ist es ein Scherz oder gar als „Kunst am Stein“ zu bewerten? Jedenfalls ziert schon seit einigen Wochen der nur etwa 250 Meter von der Burgruine Schellenberg (826 m ü.d.M.) entfernte Brotfelsen ein Stuhl. Für ihr Werk müssen sich die „Künstler“ jede Menge Arbeit gemacht haben. Schließlich haben sie den Stuhl mit Ketten befestigt und mit Schlössern gesichert.

Ein derartiges Werk war bis Dezember auch an der Burgruine selbst angebracht. Diesen Stuhl haben Manfred Janker, der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins, und Matthias Scheinkönig jedoch inzwischen abmontiert. „Jetzt steht uns noch eine weitere Arbeit ins Haus“, kündigt Janker den in Absprache mit den Bayerischen Staatsforsten geplanten Abbau am Brotfelsen an. Diese Aktion soll jedoch erst im Frühjahr erfolgen, wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen.

„Es wäre schön, wenn uns die Baumeister dann unterstützen könnten“, wünscht sich der OWV-Chef. „Schließlich wissen sie am besten, wie man das handhabt.“ Dazu bietet Janker ein kleines „Zuckerl“ an: „Natürlich gibt’s dann auch eine Brotzeit.“

Zur Information: Derartige bizarre und stark zerklüftete bis über zehn Meter hohe Granitfelsen in den Gipfelbereichen des Oberpfälzer Waldes und Steinwaldes gelten als beeindruckende Zeitzeugen ehemaliger tertiärer Verwitterung, die wegen der dabei entstehenden Formen auch „Wollsack-, Kissen- oder Matratzenverwitterung“ genannt wird.

Der Brotfelsen, genannt auch „Laib Brot“, nördlich der Burgruine Schellenberg ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler. Die wie von Riesenhand aufgetürmten Granitblöcke sehen nämlich wie aufgeschichtete Brotlaibe aus.

Translate »