OWV Georgenberg

Vogel- und Fledermausschutz

Dafür kümmert sich unser Vogel- und Fledermauswart
Es sind 216 Nistkästen für Vögel, speziell für Meisen und Kleiber ausgebracht.
Diese müssen einmal im Jahr zwischen Kirchweih und Allerheiligen gereinigt werden und auch ausgewertet werden.

Außerdem sind noch 34 Fledermausflachkästen als Sommerquartiere installiert.
Diese müssen immer wieder überprüft werden, damit die Arten festgestellt werden können.

Für den Winterschlaf der Fledermäuse werden 3 Fledermauskeller bereitgehalten und gepflegt.
Auch eine große Wochenstube in der Danzerschleife wird betreut
Für die Fledermausflachkästen können Patenschaften übernommen werden. Ein Kasten kostet 15,00 € für 3 Jahre.

 

Tätigkeitsbericht 2017:

Derzeit betreuen wir 55 eigene Fledermauskästen und 40 der Bayerischen Staatsforste. Während die Standorte unserer Kästen fast alle ausnahmslos angenommen wurden, dauert dies bei den neu aufgehängten Kästen noch etwas. Dies zeigte sich auch im Juli letzten Jahres bei einem Fledermaus-Monitoring mit dem Biologen Rudolph Leitl und weiteren Kollegen u.a. aus Österreich und dem Mister Fledermaus, Bernd Bauer aus Kohlberg. Aufgrund des regnerischen und kalten Wetters war es eigentlich nicht anders zu erwarten, dass nur wenige Fledermäuse anzutreffen waren. Und diese wenigen wurden überwiegend in unseren Holzgroßkästen gefunden.

Das Ergebnis seiner Untersuchung legte Rudolph Leitl heute bei der Jahrestagung der Fledermausschützer an der Ludwig-Maximilian-Universität in München – Großhadern dar. Mehr dazu kann ich erst zur nächsten Jahreshauptversammlung sagen.

Ein weiteres Fledermaus-Monitoring habe ich mit unserem Landkreisbetreuer, Herrn Biologen Markus Liebl, jetzt im Februar in unseren Fledermauskellern durchgeführt. So wurden in Hagenhaus 5 Langohren und in Danzerschleif 1 Fransenfledermaus gefunden.

Positiv zu bewerten ist auch das regelmäßige Auftauchen der Zweifarbfledermäuse im November / Dezember.

Bestimmt wurden letzten Jahres folgende Fledermäuse:

Mausohr-, Langohr-, Wasser-, Fransen-, Zweifarb-, Zwerg-, Mops-, Brandt-, Großer Abendsegler und Bartfledermaus.

 

Im Gegensatz zu den Fledermäusen hat sich die Vogelwelt eher zum Negativen entwickelt.

Hier kann ich dem Jahresbericht des Vogelwartes vom OWV Parkstein, dem Weiser Kare, nur zustimmen.

Am Rückgang der Artenvielfalt ist nicht nur Glyphosat schuld. So geht dies oftmals Hand in Hand mit der industriellen Landwirtschaft, der wirtschaftlichen Nutzung unserer Wälder und dem Verschwinden von Hecken und Rainen. Momentan wieder auffällig das großflächige Mulchen an Straßen und Wegen bis hinein in unsere Ortschaften.

 

2017 unterhielten wir 179 Vogel-, 16 Mauersegler- und 19 Raufußkauzkästen.

Der Leerstand lag auch letzten Jahres nur bei etwas unter fünf Prozent.

Auch der Besatz mit Meisen, Kleibern und Sperlingen ist nahezu gleich geblieben. Bilche, Wespen und Hornissen wurden dagegen weniger angetroffen. Für den Nestkugelbau der Bilche war es aber bei der Herbstreinigung und Bestandsaufnahme noch zu warm.

 

Alle Vogelkästen wurden im Herbst kontrolliert und gereinigt, bzw. dann

im Frühjahr wegen den Bilchen nachgesäubert.

Die Fledermauskästen wurden im Frühjahr gereinigt und evtl. ausgebessert.

Alle Fledermauskeller wurden im Spätherbst inspiziert und gereinigt.

 

Teilgenommen habe ich letztes Jahr an folgenden Veranstaltungen:

 

– OWV Hauptversammlung in Floß, Vogelwartetreffen

– Fledermaus Monitoring im Juli bei uns

– drei Vogelwartetreffen auf der Stroblhütte

– Jahrestagung der Fledermausschützer in Erlangen

– Fledermauserkundung in einem Keller unterhalb der Synagoge in Floß

– Fledermauserkundung in einem Steinbruch in Flossenbürg

– Fledermauserkundung im KZ Flossenbürg

 

Vogel des Jahres 2018 – der Star:

Wurde vom NABU und dem LBV gewählt.

Er imitiert die Stimmen anderer Vögel und auch Umgebungsgeräusche.

Ferner ist er bekannt für seine faszinierenden Schwarmformationen.

Sein Bestand geht stark zurück.

 

Fledermaus des Jahres 2018 – die Kleine Hufeisennase:

Gewählt von BatLife Europe.

Zur Auswahl standen die Wasser- und Zwergfledermaus und die Kleine Hufeisennase. Bei uns noch nicht bestimmt.

Auf eine Veranstaltung am 10.08.2018, 20.15 Uhr, möchte ich Sie schon jetzt hinweisen und auch dazu einladen:

Eine Fledermaus – Nacht – Wanderung im Rahmen einer Veranstaltung der „Bayern Tour Natur“ mit dem Biologen Markus Liebl.

Näheres kann aus dem Internet oder später aus der Presse entnommen werden.

 

Willibald Gleißner

Tätigkeitsbericht 2016:

Den Bestand an Vogelkästen habe ich mit 216 unverändert zum letzten Jahr beibehalten. Zwar sind durch die Bayerische Staatsforsten 5 neu hinzugekommen, dafür aber andere durch Beschädigung oder wegen Altersschwäche weggefallen.

Auch habe ich angefangen unsere maroden Holzkästen durch die beschafften Holzbetonkästen der Firma Faulstich zu ersetzen.

Zum Besatz ist zu sagen, dass weniger als 5 % aller Kästen nicht besetzt waren. Dies auch oft nur wegen Beschädigung oder Altersschwäche. Das zeigt, dass die Standorte passten, die Abstände zueinander nicht zu gering waren und entsprechender Bedarf durch die Vogelwelt besteht.

Insgesamt nutzten überwiegend die verschiedenen Meisenarten und der Kleiber die Nisthilfen. Aber auch Mäuse, Bilche wie die Haselmaus und der Gartenschläfer, Wespen und Hornissen.

Bei den Fledermäusen sind 40 Kästen neu hinzugekommen. Dadurch ist der Bestand auf 103 angewachsen.

Diese neuen Kästen wurden durch die Bayerischen Staatsforsten beschafft, durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert und auch im Staatswald aufgehängt. Die Initiative ging von Frau Bruglachner – Zaschka aus, die den Stein ins Rollen brachte. Herzlichen Dank an Sie und auch an Herrn Forstrat Ingo Greim für dessen Unterstützung.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich ebenso für die stets vertrauensvolle, offene und gute Zusammenarbeit bedanken.

Ferner betreuen wir die drei bekannten Fledermauskeller. Im Herbst werden diese auf Vordermann gebracht, gereinigt und ein- bis zweimal im Jahr auf Besatz hin überprüft.

Die Fledermauspopulation hat sich im letzten Jahr nach meiner Einschätzung wieder positiv entwickelt.

Ein Wort zu unseren eigenen und selbst entworfenen Holzgroßkästen:

Aus der Tschechischen Republik, genauer aus dem Naturschutzgebiet „Cesky Les“, das liegt zwischen Karlsbad und Marienbad, haben wir eine Nachricht erhalten, wonach dort ein Monitoring mithilfe unserer Fledermauskästen durchgeführt wurde. Aufgrund der Haltbarkeit und der einfachen Handhabung wurden wir äußerst lobenswert erwähnt.

Des Weiteren haben wir, d.h. Sieglinde Gleißner und Manfred Janker, an der Veranstaltung „Bayern Tour Natur“ mit einer Wanderung rund um den 7-Insel-Weiher teilgenommen. Erfreulicherweise haben etwa 20 Wanderer und Wanderinnen, unter ihnen Familien mit Kindern, teilgenommen.

Vogel des Jahres 2017 ist der Waldkauz.

Mit ihm wird stellvertretend für alle Eulenarten für den Erhalt alter Bäume und deren Höhlen geworben und auf die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere aufmerksam gemacht.

Fledermaus des Jahres 2017 ist, wie schon im Vorjahr, der „Große Abendsegler“.  Er überzeugt nicht nur durch seine Größe, sondern ist meist auch als erste Fledermaus am frühen Abend bereits zu sehen.

Willibald Gleißner
Vogel- und Fledermauswart
OWV Georgenberg

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